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Das Milgram-Experiment

Ablauf

Kurze Darstellung des Experimentes

Über eine Lokalzeitung von New Haven wurden für das Milgram-Experiment Freiwillige gesucht. Ihnen wurde für das Erscheinen vier Dollas plus 50 Cent Fahrtkosten versprochen. Die Durchführung fand in einem Labor der Yale-Universität statt.

Das gesamte Experiment war für die Probanden eine große Inszenierung. Außer den Testpersonen waren ansonsten alle Teilnehmer in das Experiment eingeweiht und mussten somit gute schauspielerische Leistungen erfüllen. Den Teilnehmern wurde erklärt, dass es das Ziel sei, einen Zusammenhang von einem Lernerfolg durch Bestrafung festzustellen.

Das einzelne Experiment bestand immer aus der Testperson, einer angeblichen (eingeweihten) zweiten Testperson und dem Versuchsleiter. Durch eine inszenierte Losziehung, bei der das Ergebnis natürlich schon feststand, wurde der Schauspieler zum "Schüler" bestimmt. Der Unwissende wurde zum "Lehrer". Der Schüler war ein unauffälliger Amerikaner mit irischer Herkunft. Er sollte eine fröhlichen und gelassene Art von Mensch darstellen. Man wollte dadurch vermeiden, dass schon im Vorfeld eine gewisse Abneigung (Antipathie) seitens der Testperson gegenüber dem "Schüler" besteht, welche sein späteres Verhalten beim Test beeinflussen könnten. Der Versuchsleiter verhielt sich sachlich, bestimmt, freundlich und war in einem biederen Grau gekleidet.

Dem Probanden wurde ein elektrischer Schlag mit 45 Volt verabreicht, um ihm die Folgen von solchen Schlägen vor Augen zu führen. Der "Schüler" musste nun Wortpaare zusammensetzen. Immer, wenn ihm ein Fehler unterlief, sollte ihm der "Lehrer" einen Elektroschock zufügen. Mit jedem weiteren Fehler sollte dieser Schock um 15 Volt erhöht werden. Natürlich war all dies nur fingiert. Der Schauspieler musste je nach Stromstärke nach einem bestimmten Muster reagieren. Während des Experimentes war dieser Schauspieler auf einem Stuhl (ähnlich einem elektrischen Stuhl) fixiert. Bei 150 Volt sollte dieser stets das Öffnen der Fixierungen verlangen, da die Schmerzen nun zu groß seien.

Der Versuchsleiter dagegen forderte die Fortführung des Experimentes im Sinne des wissenschaftlichen Erfolges, der nicht gefährdet werden dürfte. Gab es Widerspruch seitens der Tesperson oder sie zweifelte den Sinn der Fortführung an, so antwortete er stets nach einem bestimmten Muster mit vier bestimmten Sätzen. Dies waren die folgenden:

1. "Bitte, fahren Sie fort!"
2. "Das Experiment erfordert, dass Sie weitermachen!"
3. "Sie müssen unbedingt weitermachen!"
4. "Sie haben keine Wahl, Sie müssen weitermachen!"

Zudem gab es noch weitere Sätze, die in bestimmten Situationen verwendet wurden. Wenn der Proband z. B. nach möglichen dauerhaften Schäden beim Schüler fragte, kam folgende Aussage vom Versuchsleiter:

"Auch wenn die Elektroschocks schmerzhaft sind, das Gewebe wird keine dauerhaften Schäden davontragen, also machen Sie bitte weiter!"

Wenn der "Lehrer" darauf hinwies, dass der "Schüler" abbrechen möchte kam folgende Äußerung:

"Ob es dem Schüler gefällt oder nicht, Sie müssen weitermachen, bis er alle Wörterpaare korrekt gelernt hat. Also machen Sie bitte weiter!"

Der Versuchsleiter garantierte dem Probanden auf Nachfrage hinsichtlich der Verantwortung stets, dass er die Verantwortung für alles, was passiert, übernehmen würde.

Auf die verschieden starken Stromschläge reagierte der "SChüler" dann mit auf Band aufgenommenen Schmerzensäußerungen.

Bei 75 Volt erfolgte ein Grunzen. Bei 120 Volt kamen Schmerzensschreie. Bei 150 Volt äußerte er, nicht mehr an dem Experiment teilnehmen zu wollen. Ab 200 Volt erfolgten dann extrem heftige Schreie, welche sprichwörtlich das Blut in den Adern gefrieren lassen sollten. Ab 300 Volt weigerte sich der "Schüler, zu antworten, ab 330 Volt herrschte totale Stille.


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